Heisse Wickel

Wickel, die wirken
Umgangssprachlich wird der Begriff „Wickel“ für verschiedene Anwendungen als Sammelbegriff benutzt. Zudem werden die verschiedenen Wickel-Methoden oft nach der Körperregion, oder den Organen, auf die sie aufgelegt werden, benannt. In alten Klosterschriften wird die Anwendung und Wirkung von verschiedenen Wickeln detailliert beschrieben. Selbst Pfarrer Sebastian Kneipp setzte Wickel zu Heilungszwecken ein.

Naturheilkundliche Hausmittel sind auch in der heutigen modernen Medizin gefragt. Wärmeanwendungen erhöhen die lokale Durchblutung und sind bis zu drei Tagen nachweislich messbar. Der Transport der Nährstoffe und der Sauerstoffgehalt im Blut werden durch wärmende Wickel gesteigert und können eine bessere Heilung bewirken. Zudem wird der Abtransport unerwünschter Stoffe im Gewebe gesteigert und der Heilungsprozess nochmals beschleunigt.

Eine bessere Funktion der Drüsen-, Verdauungs- und des Immunsystems sind erwünschte Folgen. Auch der Schlaf kann günstig beeinflusst werden. Angewandt mit Zusätzen aus der Phytotherapie, kann die Wirkung zusätzlich positiv gesteuert werden.

Ausserdem wirkt Wärme beruhigend auf unser Nervensystem. Der Teil der nicht willentlich gesteuerten Nervenbahnen wird gestärkt und führt zu mehr innerem Gleichgewicht. Deshalb wirken Wickel nicht nur auf der körperlichen Ebene. Sie beeinflussen auch emotionale und seelische Bereiche. Durch die Nähe, Zuwendung und Berührung erhalten Wickel einen besonderen Stellenwert. Die vermitteln Geborgenheit, Wohlgefühl und lassen sie zur Ruhe kommen.